Enzyme steuern Stoffwechselprozesse, das heißt sie ermöglichen chemische Reaktionen im Körper. Ein typisches Beispiel hierfür ist die Aufspaltung von Fetten und Eiweißen, die wir mit der Nahrung aufnehmen: Ohne Enzyme könnte unser Organismus die aufgenommene Nahrung nicht verdauen.

Der tatsächliche Einfluss der Enzyme geht aber noch weiter. Praktisch alle natürlichen biochemischen Reaktionen stehen unter dem Einfluss von Enzymen oder würden ohne diese gar nicht stattfinden. Dies gilt für Prozesse wie das Vergären von Alkohol ebenso wie für die Replikation von DNA. Auch hochtechnisierte Bereiche unseres Lebens sind auf Enzyme angewiesen: In der Industrie werden Enzyme beispielsweise eingesetzt, um tierisches Insulin für Diabetiker aufzubereiten. Selbst die Entschlüsselung des menschlichen Genoms wäre ohne Enzyme als Werkzeug nicht möglich gewesen.

Was sind Enzyme nun eigentlich und woher haben sie all diese Fähigkeiten?

Unter dem Mikroskop betrachtet sind Enzyme alles andere als eindrucksvoll. Im Gegenteil, sie werden beschrieben als „unordentlich und lose aufgewickelte Wollknäuel“ (Miller, W: „Quelle des Lebens: Enzyme“, Zuckschwerdt 2007). Den Faden bilden aneinandergereihte Aminosäuren. Die Form des Enzyms variiert, je nachdem, welche Aminosäuren in welcher Kombination miteinander stehen. Daraus ergeben sich sehr spezifische Körper, die jedoch festen Bauplänen folgen. Diese Körperform ist ausschlaggebend für die Funktion des Enzyms.

Denn so wie jedes Schloss nur eine Schlüsselform problemlos akzeptiert, gehen auch die Enzyme nur mit ganz bestimmten anderen Stoffen eine Reaktion ein. Je nachdem fungieren sie dann beispielsweise als Fett- oder Eiweißspalter und ermöglichen klar definierte und einzigartige Reaktionen. Je mehr man über diese Reaktionen weiß, desto gezielter kann man sie einsetzen.

Die Enzyme in den Wobenzym-Präparaten folgen einem anderen Wirkprinzip: Hier nutzt man die Eigenschaft bestimmter Immunkörper, bestimmte Enzyme an sich zu binden. Dabei wird jedoch keine biochemische Reaktion ausgelöst, sondern es findet eine strukturelle Veränderung des Immunkörpers statt, die diesen befähigt, zusätzlich zu den Enzymen auch Entzündungssteuernde Botenstoffe (Zytokine) an sich zu binden. Auf diese Weise greifen die Wobenzym-Präparate in entzündliche Prozesse ein und unterstützen die Heilung. Eine ausführliche Darstellung des Vorgangs als Video finden Sie auf der Wobenzym-Produktwebseite.

Unabhängig davon, wie man sie einsetzt: Enzyme gehören zu unseren ältesten, vielseitigsten und zuverlässigsten Helfern (vgl. „Geschichte der Enzyme“). Die vergleichsweise junge Enzymtherapie macht diese Alleskönner nun medizinisch nutzbar. Wenn Sie mehr über das internationale Engagement von MUCOS zur Enzymtherapie wissen wollen, klicken Sie hier.

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